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Chronik

Seit 1888 Feuerwehr in Niebelsbach

Die Feuerwehr Niebelsbach besteht nach bisher nicht bestätigten Schriftstücken seit ca. 1872. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Protokoll des Gemeinderats Oberniebels bach vom 30.11.1904, woraus die Gründung des Feuerlöschverbandes Ober- und Unter- niebelsbach hervorgeht, welcher am 03.11.1888 abgeschlossen und am 01.06 1899 auf weitere 10 Jahre bis zum 16.03.1909 verlängert wurde. Somit kann der 03.11.1888 als Gründungsdatum der Feuerwehr Niebelsbach bestätigt werden.

Als weitere Unterlagen aus dieser Zeit, besitzt die Feuerwehr Niebelsbach eine Bezirksfeuerlöschordung für den Oberamtsbezirk Neuenbürg vom 14.10.1887 wo die Gemeinden Ober- und Unterniebelsbach erwähnt sind.

Weitere Dokumente und Niederschriften aus den Folgejahren, bis Mitte der fünfziger Jahre dieses Jahrhunderts sind nur sehr spärlich vorhanden oder leider nicht in unserem Gewahrsam. Außer einer Mannschaftsliste aus dem Jahre 1903, die 1935 geschlossen wurde, gibt es über die Jahre des 1. Weltkrieges bis 1935 keine weiteren Unterlagen aus der Anfangszeit der Feuerwehr Niebelsbach.

Auf Erlaß des Kreisfeuerwehrausschusses vom 20.04.1936 wurde gefordert, daß alle
Pflichtfeuerwehren in freiwillige Feuerwehren umgewandelt werden.
Am 19.09.1936 beantragte der „Führer“ der Feuerwehr Niebelsbach Heinrich Schönthaler, die Eintragung ins Vereinsregister. Am 20.09.1936 wurde der „Führerrat“ der Feuerwehr Niebelsbach neu gewählt.

Dieses Protokoll wurde am 25.01.1937 vom Amtsgericht Neuenbürg bestätigt.

Auf Erlaß von der Reichsregierung wurden die Feuerwehren mit Wirkung vom 27.11.1939 als Verein aufgelöst und fortan unter die Verantwortung der Polizei gestellt. Ab 1940 wurden Angehörige der Feuerwehrreserve (heute Altersmannschaft) herangezogen und auch höchstwahrscheinlich Frauen, um die Lücken zu schließen, die durch den Front-einsatz der aktiven Mannschaft entstanden ist.

Beim Einmarsch der Franzosen zum Kriegsende April 1945 kam es zu Kampfhandlungen in Niebelsbach, indem durch Granatbeschuß 24 Brände ausgelöst wurden und dadurch mehre Anwesen zum Opfer fielen.



Nach dem Ende des 2. Weltkrieges begann ein Neuanfang für unsere Wehr.
Erwin Wieland wurde als erster Kommandant gewählt, der dieses Amt bis 1948 versah.
Weitere schriftliche Unterlagen sind erst wieder im Jahre 1957 aus einem Protokollbuch ersichtlich indem das neue Feuerwehrgesetz in Kraft trat und dadurch die Neuwahl des Verwaltungsrates innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr Niebelsbach erforderlich wurde.

Erstmals am 5. Mai 1957 hat die FFw Niebelsbach zur Kameradschaftspflege einen
Ausflug bei wechselhaftem Wetter in die herrliche Rheinpfalz unternommen, bei der
die Raubritterburg Berwertstein und der Heldenfriedhof in Dahn besichtigt wurde.

Am 21.Juli 1957 beteiligte sich die FFw Niebelsbach am Kreisfeuerwehrtreffen in Gräfenhausen. Unter dem Motto “Wie vor 100 Jahren-heute noch modern“ nahm
man mit drei geschmückten Irus-Fahrzeugen mit ihren zum Teil unzeitgemäß
gewordener Ausrüstung am Festzug teil.

Gleich zu Beginn des neuen Jahres, am 11.01.1958 fand die für 1957 vorgesehene
Nacht- und Abschlußübung statt.
Am 18.01.1958 veranstalteten die Kameraden im Rahmen einer Abendunterhaltung
einen Theaterabend im Adlersaal. Dafür wurde kurzfristig eine Theatergruppe aus
Wilferdingen verpflichtet, diese führten unter großem Erfolg das komische Schau-
spiel „Der Knecht vom Lerdhof „ auf.

Der erste bekannte Brandeinsatz nach dem Krieg, ereignete sich am 23.11.1958.
An einem Sonntag Nachmittag gegen 16.20 Uhr wurden die Bewohner von
Niebelsbach, jäh aus ihrem Nachmittagsschläfchen gerissen. Buchstäblich wie ein
Lauffeuer hat es sich herumgesprochen, daß es im Kirchle brennt.
Durch einem raschen Einsatz der Wehrmänner ist es zu verdanken, daß trotz nicht
mehr zeitgemäßer Ausrüstung der Brand gelöscht wurde und somit das Kirchle bis
heute noch erhalten werden konnte. Brandursache war ein Kurzschluß an der erst
ein Jahr zuvor montierten Heizung und Beleuchtung.

Auch im Jahre 1959, an einem schönen Aprilsonntag, kam die Geselligkeit nicht
zu kurz, so traf man sich mit einem fahrbaren „Untersatz“ und veranstaltete eine
„Fuchsjagd“. Der Fuchs wurde am Sportplatz Connweiler zur Strecke gebracht.

1960 wurde eine Großübung im „Dreiländereck“ bei der Grenzsägmühle zusammen
mit den FFw Ellmendingen und Gräfenhausen durchgeführt.

Auch 1961 gab es eine Gemeinschaftsübung, mit den Wehren Ellmendingen, Gräfen
hausen, der Überlandhilfe Neuenbürg und dem DRK in der Form einer Katastrophenübung. Angenommen wurde ein Flugzeugabsturz mit Waldbrand an der Straße zwischen Gräfenhausen Richtung Grenzsägmühle.

Am 22/23.07.1961 wurde das „25jährige“ Jubiläum in der neuen Turnhalle abgehalten.
Zum damaligen Zeitpunkt ging man als Gründungsdatum von den Unterlagen von 1936 aus als die Feuerwehr ins Vereinsregister eingetragen wurde. Erst bei der Zusammenstellung dieser Chronik kamen weitere Unterlagen zum Vorschein, die Belegen, daß unsere Wehr schon viel früher einen Bestandteil von Niebelsbach war und diese schon 1888 gegründet wurde.
Sonntags gab es eine gemeinsame Übung mit der Neuenbürger Wehr beim alten Rathaus in Oberniebelsbach. Anschließend fand ein Festzug statt.
Im gleichen Jahr hat die Wehr eine Sirene erhalten, die am 25.11.1961 auch zum ersten Male ertönte.

Am 20.07.1963 fand die Hauptübung mit der Neuenbürger Wehr statt.

Im Januar 1964 wurde durch das Ausscheiden von Kommandant Eugen Roth unter
Aufsicht von Bürgermeister Riegsinger, Adolf Schwemmle zum neuen Abteilungs-
kommandanten gewählt.

Im Jahr 1965, am 24.10 gab es wieder eine gemeinsame Großübung bei der ein Waldbrand bei der Grenzsägmühle mit Unterstützung der Wehren Ellmendingen und Gräfenhausen bekämpft werden mußte.

Am 11/12.06.1966 Einweihung des neuen Gerätehauses am Rathaus, mit anschließendem Festbankett in der Turnhalle.

Waldbrand am 17.04.1968 im Gemeindewald in Niebelsbach. Kurz vor 10 Uhr machten Waldarbeiterinnen ein Feuer. Durch Funkenflug geriet das dürre Unterholz in Flammen.
Zur Brandbekämpfung wurde die Überlandhilfe Neuenbürg mit ihrem TLF angefordert.
Nach ca. 2 Stunden war der Brandherd unter Kontrolle. Insgesamt sind etwa 1 Ha Wald den Flammen zum Opfer gefallen.
Erste Besprechung im Juni mit Bürgermeister Riegsinger über die Beschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs bis spätestens 1970, wobei man ein Anhänger wesentlich frühererhalten hätte.

Am 10.07.1968 ereignete sich gegen 21.30 Uhr eine Naturkatastrophe in unserer Region.
Ein Tornado fegte über Ottenhausen hinweg und streifte Niebelsbach nur außerorts. Auf unserer Gemarkung richtete der Wirbelsturm schwere Flur- und Waldschäden an. Mit Motorsägen wurden die Wege nach Ottenhausen, Gräfenhausen und nach Arnbach wieder befahrbar gemacht. Am schlimmsten hatte es unsere Nachbargemeinde Ottenhausen getroffen, bei der sogar ein Haus eingestürzt war und es dabei 2 Totesopfer gab. Am 27.07.1968 gingen wir zu einen Arbeitseinsatz nach Ottenhausen, um bei den Aufräumungs-arbeiten zu helfen.

In Dietenhausen gab es beim Maihochwasser 1969 einen ganztägigen Einsatz um zahlreiche Keller auszupumpen und diese vom Schlamm zu säubern.

Arbeitseinsatz am 27.12.1969 zwischen Ottenhausen und Weiler mit Schleppern und Motorsägen, um den hiesigen Bach von umgefallenen Bäumen zu säubern.

Am 06.08.1970 war ein großer Tag für die Feuerwehr, das langersehnte TSF ein
Ford Transit wurde bei der Fa. Ziegler in Giengen von Bürgermeister Riesinger, Brand-meister Schwemmle und den Kameraden Krauss und Farr abgeholt.
Beim Feuerwehrfest, am 27.06.1971 nahmen wir mit unserem neuen TSF und alter Spritze beim Festumzug in Gräfenhausen mit 19 Mann teil.

Am 07.10.1972 brannte kurz nach Mitternacht die untere Kelter ab. Trotz rascher Verlegung einer Schlauchleitung vom Tal zum Brandherd konnte die Kelter, da in dem Gebäude sehr viel Holz und Stroh gelagert wurde nicht mehr gerettet werden. Brandursache unbekannt.

Hauptversammlung der FFw Keltern in Niebelsbach, am 09.03.1974. Dabei wurde der Gesamtkommandant Martin Kohle, sowie sein Stellvertreter für die FFw Keltern gewählt.

Jeder Feuerwehrmann erhielt 1974 zur Erstausstattung ein Diensthemd mit Krawatte und ein paar Stiefel.

Das Leistungsabzeichen in Bronze erhielten 1974 unsere Kameraden Fritz Schneider und Helmut Roth.

Am 21.09.1974, an einem Sonntagmorgen beteiligten wir uns beim Auerbacher Wald bei einer Suchaktion von dem schon seit mehreren Tagen vermißten Mädchen (Wössner?) aus Ellmendingen.

Als neuer Abteilungskommandant wurde Fritz Schneider am 21.02.1975 für 5 Jahre gewählt.

Beim 100jährigem Bestehen der FFW Mühlacker-Großglattbach am 21.06.1975, erlangten unsere Kameraden Fritz Schneider und Helmut Roth das Leistungsabzeichen in Silber.

Am 13./14.09.1975 veranstaltete die Abteilung ein Waldfest. Hierzu wurde die Turnhalle des TV-Niebelsbach angemietet. Am Sonntag gab es eine Übung der Gesamtwehr Keltern beim alten Schulhaus in der Brunnengasse.

Das neue Gerätehaus der Abt. Dietlingen wurde, am 04.10.1975 eingeweiht. Anschließend fand eine großangelegte Gesamtübung bei der Drogerie Bieber statt.

Die Jahresabschlußübung 1975, fand am Samstag dem 26. November bei der Tankstelle Bischoff in der Schwabenstr. statt, ohne die neuangelegten Rasen zu beschädigen.

Bis Ende 1977 sollen alle Abteilungen mit Funkalarmierung ausgerüstet sein, wie Kreisbrandmeister Wagner bei der Abt.-Jahreshauptversammlung verkündete.

Am 23.05.1978 ertönten frühmorgens gegen 02.00 Uhr die Sirenen wegen Hochwasser in Ellmendingen, Dietenhausen und Dietlingen. Wir waren mit 14 Mann im Einsatz.

Samstag, dem 15.05.1979 unternahm die Abteilung einen Ausflug über Kaltenbronn-Reichentahl, Sasbachwalden bis zu den berühmten Battertfelsen bei Baden-Baden.

Feueralarmierung am 21.02.1980, bei der Baufirma Reif geriet ein Unterkunftswagen in Brand, der aber rechtzeitig gelöscht werden konnte.

Erhöhung der Übungen von ein- auf zweimal monatlich?

Am 27.10.1980 Nachtübung der Gesamtwehr. Der ehemalige Bahnhof von Niebelsbach
wurde kontrolliert abgebrannt, da er wegen einer neuen Straße Platz machen mußte. Ein Zimmerbrand ausgelöst durch einen Defekt an einem alten Radio ereignete sich am 15.02.1981 in der Neuenbürger Str., ein aufmerksamer Nachbar, ein Feuerwehrmann löschte rechtzeitig das Feuer.

Am 30.05.1981 errang unser Kamerad Fritz Schneider das Leistungsabzeichen in Gold?

Ein Brand bei der Fa. Sessler der sich in einem Kunststofftank entfacht hatte, machte am 03.02.1982 ein Einsatz notwendig, der rasch gelöscht werden konnte.
Am 08.10.1982 wurden wir wieder zur Fa. Sessler gerufen, da aus einem Tank Diesel ausgelaufen ist.

Brandarlarm, am 23.12.1983 gegen 23.30 Uhr. In Ellmendingen war ein Dachstuhlbrand beim Schuhgeschäft Augenstein ausgebrochen. Es dauerte Stunden bis das Feuer unter Kontrolle war.

3-tägiger Ausflug der Kameraden vom 13.-05.05.1983, in den südlichen Schwarzwald nach St. Georgen. Besuch des Uhrenmuseums in Furtwangen. Abends traf man sich zum gemeinsamen „Kannibalenessen“ im Gasthaus zur Krone. Am letzten Tag fand in Sommerau ein Frühschoppenkegeln statt.

Am 01.-04.07 1983 100 Jahre FFW Ottenhausen. Teilnahme am Festbankett und am
Umzug beim Kreisfeuerwehrtag mit unserer alten Feuerwehrspritze.

Am 21.08.1984 hieß es Abschied zu nehmen von unserem langjährigen Kamerad
Werner Schempf, der am 18.08.1984 verstarb, welcher auch das Ehrenzeichen in Silber trug.

3 Kameraden nahmen 1984 an einem Atemschutzlehrgang teil.

Am 22./23.06.1985 fand unser Hoffest vor dem Magazin statt.

Ein großes Ereignis gab es am 05.07.1987 bei der Grenzsägmühle. Die „Tour de France“ streifte unseren Ort. Ein umgebauter PKW-Anhänger diente als fahrbarer Imbisstand mitdem die Kameraden, den „Tour de France-Besuchern einen zünftigen Frühschoppen anboten.

Zum 50jährigen Jubiläum der FFW Langenalb gab es einen Festumzug an dem wir Teilnahmen.

Am 28.09.1988 geleiteten wir unseren Kamerad Adolf Heinkel zu seiner letzten Ruhestätte.

1989, am 05. März mußte eine Ölspur, die sich von der Blumen- bis zur Schaunislandstr. zog beseitigt werden.
Bei der Jahreshauptversammlung, am 11.01.1991 wurde Harald Krauss als Abteilungsund Günther Schmidt zum stellv. Kommandanten gewählt.

Am 30.04.1991 wurde der Maibaum von den Kameraden aufgestellt, mit anschließender Hocketse im Magazin. Dieses ist nun mittlerweile schon Tradition und ist aus unserem Dorfgeschehen nicht mehr wegzudenken.
Das Hoffest welches am Himmelfahrtstag, dem 09.05.1991 durchgeführt wurde entpupte sich als voller Erfolg.
Am 04.01.1992 wurde zusammen mit dem Obst- und Gartenbauverein der Reisighaufen auf dem Fronberg kontrolliert abgebrannt.

Überraschend und für jeden unglaublich, erreichte uns am 06.06.1992 die Nachricht vom Tot von unserem Abteilungskommandanten Harald Krauss, den wir am 11. Juni 1991 zur letzten Ruhe geleiteten.

Auf dem Fronberg brannte am 21.04.1993 der Reisighaufen, bei der die Kameraden
2mal anrücken konnten.

Am 05.06.1993 brannte die Glaserei Ott trotz beherztem Einsatz aller Kräfte bis auf die Grundmauern nieder.

Einen Hochwassereinsatz am 20./21.12.1993 kurz vor Weihnachten forderte noch einmal die Gesamtwehr.

Hochwasereinsatz bei der Grenzsägmühle im März oder April 1994

Im Oktober 1994 veranstalteten die Kameraden nach langer Zeit einen Ausflug zur schönen Lorelei am Rhein.

Durch Erweiterungsarbeiten am Hochbehälter hatte die bauausführende Firma die Zuleitung zu stark gedrosselt, daß am Sonntag, den 12.03.1995 der Wasserhochbehälter leerlief .
Um den Tageswasserverbrauch zu decken, wurde eine 400 Meter lange Schlauchleitung von der Grenzsägmühle bis zum Einspeisungspunkt in der Höhe der Ahornstr. aufgebaut.

Am 19.03.1995 besuchten wir die Feuerwache 3 der Flughafenfeuerwehr Frankfurt mit einer anschließenden Vorfeldrundfahrt mit ausführlichen Erläuterungen zum Terminal 2.

Auch im April 1995 hieß es wieder „Land unter“ bei der Grenzsägmühle. Sintflutartige Regenfälle ließen den ansonsten kleinen Bach aus Richtung Gräfenhausen derartig anschwellen, daß der gesamte Bereich bei der „Grenz“ und einige Gebäude überschwemmt wurden.

Endlich war es soweit, am Sonntag, dem 25.02.1996 fand die offizielle Fahrzeugübergabe des neuen LF 16/1 an die Abteilung Dietlingen und gleichzeitig die Übergabe des seither in Dietlingen stationierten LF 8 an unsere Abteilung statt. (LF 8-Marke Mercedes-Benz 8/13)

Zum 600jährigen Bestehen der St. Pankratius-Kapelle, am 12.05.1996 sperrten die Niebelsbacher Floriansjünger für den Gedächtnisumzug die Hauptstr. ab.

In diesem Jahr blieb die Feuerwehr von Brandeinsätzen nicht verschont.
Am 05.07.1996 brannte der Dachstuhl durch den Betrieb eines Heizlüfters in einem Vierfamilienhaus im Ortsteil Weiler aus.
Kaum eine Woche später am Dienstag, den 10.07.1996 wurden die Kameraden gegen 02.45 Uhr aus dem Schlaf gerissen. Das Obergeschoß eines Wohnhauses in Dietlingen war in Brand geraten. Dichter Rauch und Qualm behinderten die Löscharbeiten.
Nach ersten Erkenntnissen war ein elektrischer Defekt Ursache für das Feuer gewesen.





Bereits schon wieder am 22.07.1996 gegen 10.30 Uhr alarmierten die Meldeempfänger.
Grund war eine Ölspur, die sich von Niebelsbach Richtung Dietenhausen streckte.
Ein Aufgebot von 7 Niebelsbacher Floriansjünger wurden von der Arbeit gerufen,
obwohl dies tagsüber Sache der Gemeinde ist.

Ein gelungener Jahresausflug fand am 21.09.1996 in das Feuerwehrmuseum nach Salem statt. Das Museum zeigte die Geschichte der Feuerwehr und die Entwicklung des Brandschutzes anhand von Dampfmaschinen, Geräten, Ausrüstungsgegenständen, Dokumenten
und Modellen aus 5 Jahrhunderten.

Den Ernstfall probte die Kelterner Feuerwehr bei ihrer diesjährigen Nachtalarmübung.
Übungsobjekt war das Produktionsgebäude der Firma Hermann-Schmuck am Ortsausgang in Ellmendingen.

In Keltern-Weiler kam es am 11.12.1996 nochmals zu einer brenzligen Situation.
Gegen 13.45 Uhr fing das Kinderbekleidungsgeschäft Klipp-Klapp Feuer, als ein
Advendskranz nicht beaufsichtigt wurde.

Das Kalenderjahr 1997 war für die Abteilung Niebelsbach mit viel Arbeit und großem
Einsatz für alle Kameraden verbunden. Neben den 8 Einsätzen und 6 Brandsicherheitswachen die von der Abt. Niebelsbach geleistet wurden, waren wieder zahlreiche Aktivitäten zu verzeichnen, die der Kameradschaft und dem im Einsatz unerlässlichen Vertrauen dienen.

So Begann das Jahr für die Abteilung bereits am 23.01.1997 mit einer brenzligen
Situation bei der Grenzsägmühle. Gegen Abend stand das Bürogebäude der Fa. Sessler in Flammen. Nur durch schweren Einsatz von Mannschaft und Gerät gelang es, den Brand unter Kontrolle zu bringen.

Ein Verkehrsunfall sorgte am 07.02.1997 zwischen Niebelsbach und Schwann für Verwirrung. Es gab jedoch keine Verletzten.

Land unter hieß es wieder am 25/26.02.1997 in großen Teilen Kelterns. Daraufhin
wurde mit dem Bau des Staudamms zwischen Gräfenhausen und der Grenzsägmühle begonnen.

Bereits schon wieder am 03.04.1997 alarmierten die Meldeempfänger. Grund war eine Ölspur in der Schwabenstraße.

Am 18.05.99 wurde so manch einer aus dem Mittagsschlaf gerissen, als die Melde-
empfänger losgingen. Bei der Fa. Sessler fiel eine Blechwand um, die beiseite geräumt werden mußte.

In der Nacht vom 24/25.05.1997 lief an der Grenz Benzin aus einem Autotank. Durch schnelles Eingreifen konnte ein größerer Schaden vermieden werden.

An den Leistungsübungen der Feuerwehren nahmen in diesem Jahr auch 13 Wehrmänner aus Keltern teil. Vorgegeben war ein Löschangriff, der in einer bestimmten Zeit absolviert werden mußte. Das an mehreren Übungsabenden erlernte wurde vor den genau beobachteten Schiedsrichtern vorgetragen. Da beide Gruppen in der Zeit blieben und keine Fehler machten, konnte Kreisbrandmeister Fürtsch allen das Leistungsabzeichen in Bronze überreichen.

Auch zum 25jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr nahm 1 Mädchen und 9 Jungs an den Wettkämpfen der Leistungsspange teil. Von beiden Gruppen wurde an allen Stationen gute Leistungen gezeigt, so daß alle mit der Leistungsspange der deutschen Jugendfeuerwehr ausgezeichnet wurden.

Am 13.09.1997 war es endlich soweit, die gesamte Mannschaft wurde mit den langersehnten Jäger 90-Jacken ausgestattet. Diese Kleidung bietet dem Feuerwehrmann einen optimaleren Schutz, als unsere ausgediente Uniform.

Die diesjährige Nachtalarmübung fand diesmal im verwinkelten Ortskern von Dietlingen statt. Übungsobjekt war der Kindergarten in der Turnstraße.

Am 08.01.1998 wurden bei der Abteilungsversammlung der Niebelsbacher Wehr, als neuer Abteilungskommandant Rudi Schlittenhardt und dessen Stellvertreter Thomas Vischer einstimmig gewählt. Nach 5 Jahren legte der bisherige Kommandant Günter Schmidt und dessen Stellvertreter Helmut Roth aus beruflichen Gründen ihre Ämter nieder.

Bei einem Kellerbrand in einem Wohnhaus am 25.03.1998 kam es zu einer brenzligen
Situation. Nur durch schnellen Einsatz von Mannschaft und Gerät gelang es, den Brand schnell unter Kontrolle zu bringen und einen größeren Schaden zu vermeiden.

Das erwartete Hochwasser verschonte uns in diesem Jahr. Der Bau des Staudamms hat sich bewährt.

An den silberen Leistungsübungen der Feuerwehren nahmen aus Niebelsbach in diesem Jahr Rudi Schlittenhardt, Thomas Vischer und Dieter Ganzenmüller teil.
Unsere Wettkampftruppe hat weder Aufwand noch Mühe gescheut, um wieder einen Orden für die Brust zu erlangen. Aus diesem Grund traf man sich mehrmals wöchentlich um für das silberne Leistungsabzeichen zu üben. Am 20.06.1998 war es soweit.
Ein Löschangriff mußte in vorgegebener Zeit absolviert werden, um anschließend noch
einen technischen Hilfeleistungseinsatz mit Rettung einer Person unter Anwendung von Erste-Hilfe-Maßnahmen durchzuführen. Da unsere Gruppe in der Zeit blieb und keine erheblichen Fehler machte, konnte KBM Fürtsch allen das Leistungsabzeichen in Silber überreichen.

Bereits schon wieder am 04.09.1998 alarmierten die Meldeempfänger. Die Scheune
eines Hauses in Weiler war in Brand geraten. Dichter Rauch und Qualm behindertendie Löscharbeiten. Nach den ersten Erkenntnissen war ein leichtsinniges Feuer neben der Scheune Brandursache gewesen.

Ein VU sorgte am 12.11.1998 in Niebelsbach für Verwirrung. Ein junger Autofahrer kam von der Fahrbahn ab und schoß mit seinem Auto in die gelbe Telefonzelle. Nach ersten Angaben ist neben dem Auto und der Telefonzelle Ackersalat in ungeschätzter Höhe vernichtet worden. Es gab jedoch keine weiteren Verletzten.