Berichte

Kelterner Feuerwehr ist noch gut aufgestellt

Eine Positionsbestimmung hat Führung der Freiwillige Feuerwehr Keltern auf der vergangenen Hauptversammlung in der Niebelsbacher Turnhalle vorgenommen. So erfuhren die rund 80 anwesenden Feuerwehrkameraden aus dem Mund von Gesamtkommandant Joachim Straub, Kreisbrandmeister Bernd Straile und Feuerwehrverbandsvorsitzenden Martin Rühle, sowie von Jugendleiterin Rosita Spinler und Kelterns Bürgermeister Ulrich Pfeifer sowohl zurückblickend als auch vorausschauend Zahlen und Fakten. In seinem rund halbstündigen Rechenschaftsbericht attestiert Joachim Straub, dass es aktuell um die materielle und personelle Ausstattung der Wehr noch gut bestellt sei, allerdings, so Kommandant und Bürgermeister übereinstimmend, gelte es sich rechtzeitig auf gestiegenen Anforderung in der Zukunft und rückläufigen Nachwuchszahlen in den kommenden Jahren einzustellen. Handlungsbedarf gäbe es aber erst mittelfristig, denn momentan gehören der Wehr 91 Aktive (davon fünf Neuzugänge und sieben Frauen), 58 Mann in der Altersmannschaft und 20 Jungen und Mädchen in der Jugendfeuerwehr an. Alle gemeinsam haben sie im vergangenen Jahr 59 Einsätze, darunter zwei schwere Verkehrsunfälle, 15 Brände (zwölf Kleinbrände und drei Mittelbrände) und 19 technische Hilfeleistungen gemeistert. Dazu kamen noch zahlreiche Bereitschaften, Brandsicherheitswachen, Arbeitseinsätze, Übungs- und Ausbildungsmaßnahmen sowie viele Feste und kameradschaftliche Veranstaltungen. Angesichts der steten Einsatzbereitschaft der Feuerwehr und des auf vielfältige Weise dokumentierten Gemeinschaftssinns bedankte sich Bürgermeister Ulrich Pfeifer für das „unbezahlbare Engagement“ und versprach sich auch in Zukunft dafür einzusetzen, dass die Feuerwehr stets gut ausgestattet sei und dabei auch die persönliche Sicherheit der „Lebensretter“ im Vordergrund stünde. Wie dies ausbildungstechnisch aussieht, dies war dem Bericht des stellvertretenden Kommandanten Jürgen Germann zu entnehmen, der wegen krankheitsbedingter Abwesendheit allerdings von Joachim Straub verlesen wurde. So war zu vernehmen, dass insgesamt acht Feuerwehrmänner und drei Feuerwehrfrauen ihren Grundausbildungslehrgang ablegen konnten. Von weiteren acht Feuerwehr leuten wurden weiterführende Fachlehrgänge erfolgreich absolviert. Auch über die Jugendarbeit konnte nur Positives berichtet werden. Neben der Teilnahme an vielen Wettkämpfen und Aktionen hat man sich im vergangenen Jahr auch ein eigenes Mannschaftszelt angeschafft. Damit, so Jugendleiterin Rosita Spinler soll auf Zeltlagern und mit Aktionen der Mannschaftsgeist weiter gestärkt werden. Alles in allem zeigte sich die Kelterner Feuerwehrführung und auch Kreisbrandmeister Bernd Straile sowie Feuerwehrverbandsvorsitzender Martin Rühle sehr zufrieden mit dem Zustand der Kelterner Wehr. Eine Feststellung, die auch SPD-Gemeinderat Ludwig Oßwald mit Genugtuung treffen konnte. In seinem Antrag auf Entlastung der Verwaltung erinnerte er nochmals an den Einsatz der Wehr beim Brand in seiner eigenen Schreinerei vor rund acht Jahren. Dementsprechend selbstredend sichert auch er der Feuerwehr jegliche materielle und ideelle Unterstützung bei Anschaffungen und Ausbildung zu. Unter dem Applaus der Feuerwehrkameraden wurde daraufhin die Verwaltung einstimmig entlastet. Neuwahlen standen nicht an. Vielmehr lud Kommandant Joachim Straub alle Kameradinnen und Kameraden zum 100-jährigen Feuerwehrjubiläum der Abteilung Dietlingen am 6., sowie vom 13.- 15. Juli ein. Dabei soll nicht nur die erste Kelterner Feuerwehrfahne übergeben werden, sondern vielmehr auch zahlreiche Ehrungen vorgenommen werden. Eine besondere Ehrung wurde allerdings schon auf der vergangenen Versammlung vorgenommen. Hier wurde Helmut Roth, der über Jahre hinweg auch stellvertretender Abteilungskommandant in Niebelsbach war, für 40 Jahre aktiven Dienst geehrt. Dazu gratulierten Kommandant Joachim Straub, sowie Kelterns Bürgermeister Ulrich Pfeifer, Kreisbrandmeister Bernd Straile und Verbandsvorsitzender Martin Rühle. Anschließend konnten sie auch Jörg Krämer und Thomas Reuter zur Beförderung zum Löschmeister gratulieren.




 



24.12.2006

Menschenrettung, Tierretung, Brand - Ein etwas anderen Weihnachtsmorgen in Keltern

Bericht von Jürgen Germann, Stv. Kommandant FFW Keltern
Bilder: Nonstopnews.de

Am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages wurde die Freiwillige Feuerwehr Keltern mit dem Alarmstichwort „Brand - Menschenleben in Gefahr“ alarmiert. Gegen 09.00 Uhr brach im Erdgeschoss eines Einfamilienhauses in der Murgstrasse im Ortsteil Ellmendingen ein Feuer aus und versperrte den im Haus befindlichen Personen sowie Haustieren den Fluchtweg über das Treppenhaus. Die genaue Brandursache ist bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend geklärt.
Nach ersten Informationen haben sich die im Haus befindlichen Personen früh morgens den Holzofen angemacht, um den Weihnachtsmorgen gemütlich verbringen zu können.
Funkenflug löste vermutlich einen Zimmerbrand aus, während sich die Bewohner im Obergeschoss des Gebäudes aufhielten.
Durch das verrauchte Treppenhaus drang der Rauch immer weiter in das Obergeschoss bis in das Dachgeschoss vor.
Die Alarmierung der Feuerwehr erfolgte durch die Nachbarn, welche Rufe aus dem Gebäude hörten. Beim Eintreffen des Kommandanten Joachim Straub mit dem KdoW ( 3 Minuten nach Alarmierung) waren am Fenster jedoch keinerlei Personen sichtbar. Eine erste Erkundung ergab des weiteren, dass im Erdgeschoss sämtliche Zugänge verschlossen sowie die Rolläden der Fenster herabgelassen waren. Beim Einschlagen einer Fensterscheibe der Eingangstür, quoll dichter Rauch aus dieser.

Einsatzbilder


 

Bilder 24.12.2006