Übungsplan
Bildgalerie
Verantwortliche
Verschiedenes
Führung
Mitglieder
Fahrzeug ELw I
Veranstaltungen

Bericht Hauptversammlung vom 01.03.2008

Die demografische Entwicklung macht auch vor der Feuerwehr Keltern nicht halt. Dies wurde auf der Hauptversammlung im Rechenschaftsbericht von Gesamtkommandant Joachim Straub deutlich. Zwar gehören der Wehr heute noch 81 Aktive, 54 Mann in der Altersmannschaft, sowie 16 Jungs und Mädels der Jugendfeuerwehr an, den fünf Neuzugängen aus der Jugendfeuerwehr und mit einem Seiteneinsteiger, stehen allerdings acht Austritte und sieben Übergänge in die Altersmannschaft gegenüber. Dies bedeutet einen Personalrückgang von rund 12 %. Waren es die Feuerwehrkameraden seither gewohnt auf der Hauptversammlung nur positive Zahlen und Meldungen zu vernehmen, so klangen diesmal doch mehr bedenkliche Fakten und kritische Worte an. Wenngleich, wie allenthalben festgestellt wurde, die technische und materielle Ausstattung der Wehr und ihrer einzelnen Abteilungen stets auf der Höhe der Zeit ist, so scheinen die Anforderungen im freiwilligen Feuerwehr Dienst für den Einzelnen teilweise doch zu hoch. Dabei sind es nicht nur die Einsätze, die sich in Keltern auf im vergangenen Jahr auf 49 summierten, sondern auch Übungen, Aus- und Weiterbildung, Seminare und Schulungen und obendrein für die Führungskräfte auch ein großer Verwaltungsaufwand, den es zu bewältigen gilt. So fielen allein bei Gesamtkommandant Straub über 600 Stunden Verwaltungsarbeit ohne Übungen und Einsätze an. Außerdem wurden fast 130 Termine von ihm wahrgenommen, das Ganze neben Berufsalltag und Familie. Auch mit Blick auf dieses Engagement zollten sowohl Kelterns Bürgermeister Ulrich Pfeifer, als auch die anwesenden Gemeinderäte allen Feuerwehrmännern und –frauen den gebührenden Respekt. Gleichzeitig wurden von Seiten der politischen Gemeinde auch alle erdenklichen und erforderlichen finanziellen Mittel, sowohl für die Verbesserung der persönlichen Ausrüstung, als auch für die technischen Verbesserungen der Wehr in Aussicht gestellt. So konnten im vergangenen Jahr zwei neue Chemieanzüge, sowie ein Spreitzer und ein Hydroaggregat angeschafft werden. Außerdem wurde erst kürzlich mit einem Audi der neue Kommandowagen (KdoW ) in Dienst gestellt (die offizielle Fahrzeugübergabe erfolgt voraussichtlich am Ende Mai), sowie aktuell die europaweite Ausschreibung für ein neues Löschfahrzeug LF 10/6 (mit geschätzten Gesamtkosten von über 200 000 Euro) vorgenommen. Gleichzeitig erfolgt ab diesem Jahr die Anschaffung von neuen Feuerwehrjacken für alle Aktiven, sowie die umfassende Umstellung auf Digitalfunk. So werden sowohl von der Feuerwehr, als auch von der Gemeinde alle Anstrengungen unternommen, um die Wehr schlagkräftig zu halten. Allerdings waren im Rahmen der Hauptversammlung auch personelle Veränderungen zu verzeichnen. So gab’s bei der Abteilung Niebelsbach mit dem Wechsel von Rudi Schlittenhardt auf Markus Mayer eine Veränderung in der Führung. Gleichzeitig konnten insgesamt vier Beförderungen bis hin zum Hauptlöschmeister ausgesprochen werden. Ein weiterer Wehmutstropfen fiel bei der Versammlung ebenfalls etwas ins Gewicht. Aus zeitlichen Gründen, so der stellvertretende Gesamtkommandant und Kelterner Rechnungsamtsleiter Jürgen German, könne er sein Amt nicht weiter ausführen. Da sich weder in Vorgesprächen noch in der Versammlung jemand bereit erklärte sich in dieses Amt wählen zu lassen, wird der Dietlinger Abteilungsführer Uwe Renninger das Stellvertreteramt bis zur Wahl im kommenden Jahr kommissarisch begleiten.
Zwar noch nicht kritisch aber ebenfalls bedenklich sieht es in der Jugendarbeit aus. Zwar hat man mit Rosi Spinler, Jörg Krämer, Christian Marth und Daniel Deeg ein kompetentes Jugendleiterteam aber die Zahl der Kinder und Jugendlichen stagniert. nach insgesamt sechs Austritten und auch Übertritten in die aktive Wehr im vergangenen Jahr gehören der Jugendfeuerwehr derzeit nur noch 15 Jungs und ein Mädchen an. Trotzdem blickt die Feuerwehrführung nicht allzu pessimistisch in die Zukunft, weiß man doch aus der Vergangenheit, dass es in der Feuerwehrgeschichte und Mannschaftsstärke immer wieder Höhen und Tiefen zu überwinden galt